Finanzieller Aspekt

Durch die stetig wachsenden Bedenken hinsichtlich des Mobilfunks, sinken die Immobilienpreise und Mieten in der Umgebung präsenter Funkmasten! 

Eine verhaltnismäßig alte Umfrage unter den Mitgliedern der RDM (Ring Deutscher Makler) kam schon 2003 zu diesem ErgebnisRDM-Ausgabe 5/2003

Auch der Bundegerichtshof attestierte solch einen Wertverlust bereits 2006!

Auf dem Dach einer Wohnungseigentumsanlage war bereits vor Jahren eine Mobilfunkanlage errichtet worden. Der zur Nutzung des Daches berechtigte Eigentümer beabsichtigte, in Ausübung seines Sondernutzungsrechtes zwei weitere Sendeanlagen auf dem Dach errichten zu lassen. Dagegen wehrten sich die übrigen Wohnungseigentümer mit dem Argument, die im Grundbuch eingetragene Befugnis zur Errichtung "einer Funkfeststation" auf dem Dach erlaube nicht die Errichtung weiterer Mobilfunkanlagen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte in dem Verfahren V ZB 17/06 die Frage zu klären, ob die übrigen Wohnungseigentümer eine solche Unterlassung verlangen können. Ja, sagt der BGH in seinem Beschluss vom 30. März 2006. Die Auslegung der in das Grundbuch eingetragenen Befugnis eines Wohnungseigentümers, auf dem Dach des gemeinschaftlichen Gebäudes "eine Funkfeststation" zu betreiben, führt nach Ansicht des Gerichts nicht dazu, dass der Betrieb mehrerer solcher Anlagen gestattet wäre.

Beachtlich ist die Begründung in Absatz 23 des Beschlusses: "Die Anzahl der erlaubten Funkfeststationen auf dem Dach des gemeinschaftlichen Gebäudes ist nämlich für sämtliche Beteiligte von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Dabei stehen sich die Interessen des jeweiligen Berechtigten und der übrigen Wohnungseigentümer gegenüber. Während der Berechtigte bei Errichtung mehrerer Anlagen höhere Mieteinnahmen von den Mobilfunkbetreibern erzielen wird, wird dies bei den Wohnungen der anderen Eigentümer zu einem gravierenden Wertverlust führen".

Damit wurde hier erstmals - höchstrichterlich - der Wertverlust einer Immobilie als beachtlich anerkannt, sobald auf deren Dach ein Mobilfunksendemast steht.

Urteil des Bundesgerichtshofs vom 30.03.2006 (BGH V ZB 17/06)

Wie groß der Wertverlust unserer Immobilen im Umkreis dieser geplanten Anlage ausfallen wird und in welchem Radius um den Funkmasten herum, kann derzeit freilich Niemand genau beantworten. Immobilienbesitzer und Vermieter müssen sich drauf einstellen, dass eine Wertminderung Ihres Eigentums eintreten wird. (Stellen Sie sich die Frage, wie würden Sie ein Objekt bewerten das in unmittelbarer Nähe zu einem Funkmasten steht.)

Demgegenüber sind ausschließlich zwei Parteien Nutznießer des geplanten Standortes.

Erstens die Telekom selbst, deren Investitionen hier am geringsten im Vergleich zu anderen Standorten außerhalb des bebauten Bereiches unserer Gemeinde ausfallen würden.

Zweitens, natürlich der Vermieter / Verpächter des Grundstückes auf dem der LTE-Mast errichtet wird. 

Zu den Mieteinnahmen für solch einen Funkmasten liegen keine gesicherten Daten vor, da dies jeweis individuell verhandelt wird. Auf Seite 16 des weiter oben verlinken Dokumentes (RDM-Ausgabe 6/2003) ist jedoch zu lesen, dass in Müchen die jährlichen Einnahmen 2003 (!!!) zwischen 3.000 und 7.500 Euro lagen! 

Die in unseren Augen wichtigsten Punkte sind jedoch die gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung, insbesondere die möglichen Auswirkungen auf unsere Kinder!